Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zur Zweitnavigation springen Zur Suche springen zusätzliche Informationen
Zweitnavigation
zurück zur Rubrik
Forschung »
Inhalt
Fettzellen

Zuviel Körperfett verursacht Insulinresistenz

©r.kaute/pixelio Übergewicht ist nicht nur ein kosmetisches Problem: Fettleibigkeit über viele Jahre hinweg ist häufig die Ursache für Fett- und Stoffwechselstörungen - so auch für Diabetes. Eine Studie mit übergewichtigen Mäusen zeigt, dass das Wechselspiel zwischen Hormonen und Proteinen schuld sein könnte.

Die Hauptursache für die Entstehung von Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus ist ein vermindertes Ansprechen der Körperzellen auf das Hormon Insulin. Insbesondere die Zellen in den Muskeln, in der Leber und im Fettgewebe reagieren schlechter auf das Blutzucker regulierende Hormon. Eine Forschergruppe aus Österreich hat jetzt in diesem Zusammenhang die Wechselwirkung von Insulin und Fettzellen näher untersucht.

Adipositas und Folgeerkrankungen

Fettzellen sind nicht nur Energiedepots sondern sie regulieren auch den Stoffwechsel des Körpers durch die Ausschüttung von Hormonen. Dazu zählen auch die Hormone Leptin und Adiponectin, die für den Fett- und Blutzuckerstoffwechsel wichtig sind. Fettzellen schütten zudem ein Eiweiß namens PEDF aus, das die Nervenzellen schützt und deren Wachstum fördert. Außerdem verhindert PEDF die Ausbildung neuer Gefäßstrukturen. Je mehr Körperfettzellen vorhanden sind, desto mehr PEDF produzieren sie. Wenn jedoch zuviel PEDF ausgeschüttet wird, sprechen die Körperzellen schlechter auf Insulin an und nehmen zuwenig Blutzucker auf. In Folge dessen produziert die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin, um die Wirkung des PEDF auszugleichen. Wenn sich dieses Wechselspiel hochschaukelt, so vermuten die Wissenschaftler könnte Typ-2-Diabetes entstehen.

Dicke Mäuse leben ungesund

Dieser These ging das österreichische Forschungsteam nach, indem sie Tierversuche mit Mäusen durchführten. Zu diesem Zweck wurde die Bildung des Proteins PEDF bei fettleibigen Mäusen erhöht und bei schlanken Tieren erniedrigt. Wenn man schlanken Mäusen PEDF spritzte, verringerte sich die Insulinempfindlichkeit der Tiere. Wenn man den dicken Mäusen Antikörper gegen die Wirkung des PEDF spritzte, wurde dadurch deren Insulinempfindlichkeit wieder erhöht. Diese Studienergebnisse legen einen direkten Zusammenhang zwischen der Masse vorhandener Fettzellen und Insulinresistenz nahe. In weiteren Studien muss allerdings geklärt werden, ob sich die Ergebnisse aus den Tierstudien auch auf den menschlichen Organismus übertragen lassen.

English VersionEnglish Version
English Version
Zoom: 100% 150% 200%
invertieren: abc abc
Banner BK Plus



Zur Navigation springenZum Inhalt springenZur Zweitnavigation springenZur Suche springenzusätzliche Informationen