Die teuren Medikamentenpreise in Deutschland werden schon seit langem diskutiert. Jetzt will Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) die Arzneimittelhersteller zu Zwangsrabatten und Preis-Stopps zwingen. Nach dessen Vorschlag Anfang der Woche erntete Rösler promt Kritik und Widersprüche aber auch positive Reaktionen.
Der Einsatz der Disease Management Programme ist endgültig in Niederösterreich beendet worden, bestätigt Dr. Christoph Reisner, Präsident der NÖ Ärztekammer. Bereits im Herbst 2009 wurde den Programmen aus Sicht der Ärztekammer kein Nutzen für die Patienten nachgewiesen, woraufhin sie vom Beschluss des Kammervorstandes erstmals abgesetzt wurden. Es hieß, dass die Programme lediglich bürokratischen Zusatzaufwand seitens der Ärzte und in letzter Konsequenz damit sogar eine Verschlechterung der Patientenversorgung mit sich gebracht hätten.
Die Debatte um den Verdienst der deutschen Mediziner ruft in der öffentlichen Diskussion sehr unterschiedliche Meinungen hervor. Mal werden die Ärzte als unterbezahlt, mal werden sie als die großen „Absahner“ dargestellt. Wie eine aktuelle Studie von Kienbaum nun ergab, kann man dies nicht so einfach pauschalisieren, da die Gehälter von Führungskräften in Krankenhäusern stark auseinanderklaffen.
Seit längerem besteht die Debatte um IQWiG-Chef Prof. Dr. med. Peter T. Sawicki. Uneinigkeit herrschte darüber, ob er einen weiteren Fünf-Jahres-Vertrag erhalten solle oder nicht. Mehrere Vorwürfe gegen den Arzneimittelprüfer und seine Methoden mit denen die Effektivität und die Kosten neuer Medikamente im Vergleich zu herkömmlichen geprüft werden, wurden in verschiedenen Fachverbänden und politischen Instanzen diskutiert. Nun hat die Diskussion ein Ende gefunden. Der Chef des Arzneimittelprüfinstituts muss seinen Posten zum 31. August hin räumen.
Was viele bereits geahnt haben, wird nun Realität: Wie bereits berichtet, forderte der neue Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler nach Amtsantritt einen Systemwechsel mit „mehr Freiheit und Wettbewerb“ für die Krankenkassen im deutschen Gesundheitswesen. Als Folge der ersten Neuerungen beabsichtigen nun rund 30 Krankenkassen Zusatzbeiträge von ihren Versicherten einzufordern. Die erste Anträge liegen nun vor. Als erste Kasse erhebt die DAK zum 1. Februar 2010 einen Zusatzbeitrag.
Noch ist nicht viel über die genauen finanziellen Engpässe im deutschen Gesundheitssystem öffentlich gemacht worden. Experten gehen jedoch davon aus, dass den Krankenkassen im Jahr 2010 schätzungsweise 4 Milliarden Euro fehlen. Deshalb könnte dieses Jahr das Jahr der Zusatzbeiträge werden.
Seit einigen Wochen hat das neue Wintersemester für die deutschen Studenten begonnen. Unter den vielen Anfängern, liebevoll auch "Erstis" genannt, finden sich auch Studierende mit Diabetes. Deshalb ist eine interessante Frage: Müssen Diabetiker eigentlich auch Studiengebühren bezahlen?
Die Zahl der Arztbesuche in Deutschland steigt rapide. Ein Report der Gmünder Ersatzkasse (GEK) hat nun gezeigt, dass im Vergleich zu den vergangenen Jahren die Zahl der Arzt Besuche pro Kopf von 16 Mal jährlich auf fast 18 Mal anstieg. Auch im internationalen Vergleich stehen die Deutschen bei der Häufigkeit von Arztbesuchen ganz weit vorn.
Immer mehr Menschen in Deutschland haben gesundheitliche Beschwerden. Der Krankenstand in Deutschland steigt entsprechend zunehmend an: Rückenleiden oder Übergewicht sind nur einige Beispiele der verschiedenen Fälle.
Im reichen Europa sind schätzungsweise 22 Millionen Kinder zu dick, weil sie zu fett und zu süß essen. Die Europäische Union hat deshalb ein „Schul-Obst-Programm“ eingerichtet. Auch Deutschland will teilnehmen, doch die Länder weigern sich bisher 12,5 Millionen Euro in bessere Ernährung von Schulkindern zu investieren.